Brandtote sind Rauchtote
Täglich verunglücken in Deutschland durchschnittlich zwei
Menschen tödlich durch einen Brand, meistens in den eigenen vier Wänden. Die Mehrheit
davon stirbt an einer Rauchvergiftung, zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im
Schlaf überrascht. Denn Rauch ist schneller als Feuer — und lautlos.
Gefährliche Irrtümer:
"Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen."
Irrtum,Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Eine Raucheinwirkung
kann sogar bereits nach zwei Minuten tödlich sein.
"Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren."
Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur vier Minuten Zeit hat — besonders nachts,
wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.
Sicherheit durch Rauchmelder
Brandrauch in der Wohnung ist für Mensch und Tier unerbittlich. Der entstehende
Schaden ist unermesslich. In Deutschland sind pro Jahr mehr als 800 Tote bei Bränden
in Wohnungen zu beklagen.
Über 80 Prozent aller Brandopfer sterben nach Auskunft der Freiwilligen Feuerwehr
Weinstadt nicht durch Flammen, sondern infolge des Brandrauches bzw. des darin befindlichen
Atemgifts. Und dies nicht tagsüber, sondern meist in der Nacht, da im Schlaf der Brand oft
gar nicht oder erst viel zu spät bemerkt wird.
Brandrauch füllt innerhalb kurzer Zeit nach Brandausbruch eine
Wohnung vollständig aus. Der hohe Kohlenmonoxidgehalt im Rauch führt zur Bewußtlosigkeit.
Häufig tritt der Erstickungstod schon ein, bevor die Feuerwehr überhaupt alarmiert ist.
Tun Sie etwas für die Sicherheit Ihrer Familie: Nutzen Sie im häuslichen Bereich
Rauchmelder als ein lebensrettendes Frühwarnsystem.
Durch die Installation eines Rauchmelders für den privaten Haushalt hat jeder seinen persönlichen Wächter. Der Melder reagiert auf Rauch und alarmiert mit einem akustischen Signal. Diese Geräte können entweder über Batterien oder über das Stromnetz mit zwischengeschalteten Akkus bei Stromausfall betrieben werden. Batteriebetriebene Rauch- oder Brandmelder sollten über einen Kontrollmechanismus verfügen, der nachlassende Batterieleistung anzeigt. Auch sollte man darauf achten, dass der Melder das TÜV- und GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) sowie das VdS Zeichen trägt. Wichtig ist auch, wo der Melder installiert ist. Ungeeignet sind Räume mit starker Staub- oder Schmutzbelastung, Garagen, in denen Abgase entstehen, Bad oder Küche, wo hohe Luftfeuchtigkeiten herrschen, aber auch Plätze über Heizkörpern oder Ventilatoren. Im Bereich des Schlaf- oder Kinderzimmers angebracht, alarmiert er dagegen zuverlässig bei geringster Gefahr. DS